Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Zertifikats-Check
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Neues aus unserem Institut und zur Wärmeleitfähigkeit von Dämmstoffen
Jugend macht Mut: Girls go Green am FIW
Unter dem Motto „Girls go Green: Wie Dämmung unseren Planeten schützt“ lernten am 23.04.2026 insgesamt 14 Mädchen im Alter von 10 bis 15 Jahren die Labore des FIW kennen und erhielten einen spannenden Einblick in unsere Forschungs- und Arbeitswelt.
Neben dem Besuch des Brandlabors und der Erkundung des Geländes mit einer Wärmebildkamera stand vor allem ein praxisnahes Experiment rund im Mittelpunkt des Tages. Die Teilnehmerinnen bauten aus unterschiedlichen Dämmstoffen ihre eigene gedämmte Flasche mit dem Ziel, heißes Wasser möglichst lange warm zu halten. Durch regelmäßige Temperaturmessungen konnten sie unmittelbar beobachten, welchen Einfluss Materialwahl, Dämmstärke, Luftdichtheit und das jeweilige Konstruktionsprinzip auf den Wärmeverlust haben.
Die Begeisterung und das Verständnis der Teilnehmerinnen machen deutlich, dass die Bedeutung von Dämmung für den Klimaschutz bereits bei der jungen Generation angekommen ist – ein starkes Signal für die Zukunft.
Gutachten für Gebäudemodernisierungsgesetz veröffentlicht
Die führenden Verbände der erneuerbaren Energietechnik, Gebäudehülle und Energieberatung haben der Regierungskoalition ein Gutachten für ein neues Gebäudemodernisierungsgesetz vorgelegt. Die vom ITG Dresden und dem FIW München erstellte Analyse zeigt einen flexiblen, technologieoffenen Ansatz, der sowohl die Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten als auch Wirtschaftswachstum und das Erreichen der Klimaziele unterstützt.
„Zwischen erneuerbaren Heizsystemen und einer guten Gebäudehülle besteht kein Widerspruch – im Gegenteil. Effizienzmaßnahmen an der Gebäudehülle senken den Endenergieverbrauch und die Kosten deutlich. Zusätzlich verringern Sie die Strom.Spitzenlast im Winter, stabilisieren damit das Netz und reduzieren den Bedarf an zusätzlicher Netzinfrastruktur“, so Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm.
Das Gutachten steht hier kostenfrei zum Download zur Verfügung.
Mehr CO2, höhere Kosten durch Entfall des §71 GEG
Die Kurzstudie unseres FIW München zeigt deutlich die klimapolitischen Konsequenzen beim Wegfall des § 71 GEG im geplanten Gebäudemodernisierungsgesetzes (GMG): Die THG-Emissionslücke wird wachsen.
Ohne flankierende Maßnahmen droht der Gebäudesektor seine Klimaziele dauerhaft zu verfehlen. Bis zum Jahr 2030 verlangsamt sich das Transformationstempo in diesem Szenario (Gasheizungen bleiben länger in Betrieb, Wärmepumpen verbreiten sich langsamer), es drohen Treibhausgas-Mehremissionen in Höhe von 7 Mio. Tonnen CO2 im deutschen Gebäudebestand.
Die Analyse des FIW München verdeutlicht aber auch, dass die energetische Sanierung der Gebäudehülle einen zentralen Beitrag zur THG-Emissionsminderung im Gebäudesektor leisten kann, da sie einen verlässlichen und langfristig wirksamen Ansatz zur Reduktion des Energiebedarfs und der THG-Emissionen leistet.