Verehrte Mitglieder und Kunden,
verehrte Damen und Herren,
liebe Freunde des FIW,

zum Abschluss eines herausfordernden und noch am Beginn eines für Sie für die Entwicklung des Instituts weiterhin interessanten Jahres präsentiert Ihnen unsere erste FIW news-Ausgabe 2015 einige Neuigkeiten, die bestimmte Tätigkeitsfelder betreffen, sich aber insgesamt in die Zweckbestimmung unseres Instituts einreihen.

Zunächst sind und bleiben die Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsaufgaben von Bauprodukten eines unserer Kernarbeitsgebiete.

In einem weiter sehr bedeutsamen Bereich der Erforschung der wissenschaftlichen Grundlagen für Wärme- und Kälteschutz sind wir ein gutes Stück vorangekommen, nicht zuletzt auch durch die intensive Zusammenarbeit mit anderen wissenschaftlichen Instituten und wärmewirtschaftlichen Verbänden.

Wichtige Ergebnisse dazu finden sich in der mittlerweile veröffentlichten Meta-Studie wieder. Dieses Arbeitsgebiet ist auch deswegen wichtig, weil sich mittlerweile – und das ist eine sehr erfreuliche Erkenntnis – die Prioritäten zugunsten von Maßnahmen im Gebäudebereich als größtem geschlossenen Verbrauchssektor sowohl unter ressourcenschonenden als auch klimapolitischen Aspekten geändert haben; davon ist in gleicher Weise der Industrielle Bereich als wichtiger Bestandteil einer umsichtigen Energie- und Klimapolitik betroffen.

Die Bundesregierung sieht die Steigerung der Energieeffizienz zu Recht als zweite Säule der Energiewende. Deswegen ist es nur folgerichtig, dass sie im Dezember 2014 einen nationalen Aktionsplan Energieeffizienz verabschiedet hat, der ihre Energieeffizienzstrategie für die 18. Legislaturperiode beschreibt.

Er zielt darauf ab, alle gesellschaftlichen Akteure für die Steigerungen der Energieeffizienz zu gewinnen.

Das ist ein erster Schritt zur Hebung der großen Potenziale, die im Gebäudebereich mit 40% Endenergieverbrauch am größten und kurzfristig realisierbar sind. Der industrielle Sektor spielt zum Zweck der Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit dabei eine ebenso entscheidende Rolle.

Wir werden uns in unterschiedlichen Aufgaben- und Problemstellungen wissenschaftlich beratend und z.B. bei Maßnahmen im Gebäudebereich objektivierend in die Umsetzung einbringen.

Das ist notwendig, weil es seit einiger Zeit zunehmend Kritik an Maßnahmen der Dämmung und den dafür verwendeten Materialien gibt. Die Medienberichterstattung darüber und die daraus resultierenden Einwürfe, die bauphysikalisch bzw. durch rechnerische Darstellungen widerlegt werden können, haben eine bisher nicht gekannte Quantität erreicht.

Was die in dem Zusammenhang in der Verbraucherschutzsendung „Könnes kämpft“ des WDR vom 17.11.2014 u.a. kurz eingeblendeten Vorwürfe gegenüber dem FIW betrifft, werden wir unserem Selbstverständnis von Transparenz und Qualität entsprechend das Mögliche tun und zu einer lückenlosen Aufklärung dieser „unberechtigten“ Vorwürfe beitragen.

Wir sehen uns in diesem Vorgang als Geschädigter und haben deswegen rechtliche Schritte zur Aufklärung eines offensichtlichen Betrugsfalls eingeleitet.

Unsere Stellungnahme dazu finden Sie auf unserer Homepage.

Dessen ungeachtet werden wir uns auch weiterhin unserer Zweckbestimmung zufolge in der Verknüpfung von langjähriger Erfahrung mit neuesten bauphysikalischen Erkenntnissen zu Wort melden und, wo notwendig, gestaltend mitwirken.

Ihnen danken wir herzlich für die bisherige vertrauensvolle Zusammenarbeit und bleiben auch in Zukunft gerne für Sie tätig. Machen Sie jederzeit von unseren Forschungsergebnissen Gebrauch und tragen Sie Ihre Fragestellungen an uns heran.

In diesem Sinn für 2015 nur das Beste!

Ihr

Unterschrift Klaus-W. Körner

               

Unterschrift Andreas Holm

Klaus-W. Körner
Vorstandsvorsitzender des FIW


Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

Klaus-W. Körner

Klaus-W. Körner
Vorstandsvorsitzender FIW

Andreas Holm

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

 

 

 

Impressum:

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Lochhamer Schlag 4, 82166 Gräfelfing
Postfach 15 25, 82157 Gräfelfing
Tel +49 89 85800-0
Fax: +49 89 85800-40
E-Mail: info@fiw-muenchen.de
V.i.S.d.P. Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm

 
 Klar gestellt
 

Aktuelle Stellungnahme des FIW München

Seit einiger Zeit gibt es Kritik an der Dämmung und den dafür verwendeten Materialien. Diese Kritik kann durch bauphysikalische bzw. rechnerische Darstellungen widerlegt werden. Doch durch die Medienberichterstattungen der letzten Wochen haben die Anwürfe gegenüber der Industrie und den Prüfinstituten eine neue Qualität erreicht. Die Redaktion des WDR-Verbraucherformats „Könnes kämpft“, das am 17.11.2014 ausgestrahlt wurde, formulierte sehr weitgehende Vorwürfe gegenüber der Dämmstoffbranche und auch dem FIW München. So wurde in dem Beitrag ein von Dritten gefälschter Stempel des FIW München präsentiert. Der Originalstempel wird im Rahmen der Kontrollen zur Kennzeichnung der bei Dämmstoffherstellern entnommenen Materialproben verwendet. Das FIW München sieht sich in diesem Vorfall als Geschädigter in einem Betrugsfall. Im Sinne seines Selbstverständnisses von Transparenz und Qualität wird das FIW München alles in seinen Möglichkeiten Stehende tun und zu einer lückenlosen Aufklärung beitragen. Daher hat das FIW München bereits umgehend rechtliche Schritte eingeleitet und wird die daraus folgenden Untersuchungen vollumfänglich unterstützen.

FIW München

 
 Vorschau
 

FIW Wärmeschutztag 2015 -
21. Mai 2015

Namhafte Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Verbänden und Wissenschaft werden über die aktuellen Entwicklungen rund um der Energiewende und den sich daraus abzuleitenden Aufgabenstellungen für Wirtschaft und Wissenschaft informieren. Kommendes Jahr steht der FIW Wärmeschutztag unter dem Motto „Ist die Wärmewende auf Kurs?“ Im Rahmen von Vorträgen und Diskussionen wird u.a. die epochale Aufgabe der deutlichen Reduktion des Wärmebedarfs sowohl in Gebäuden als auch in der industriellen Anwendung aus wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und politischer Sicht beleuchtet. Auf Ihre Teilnahme freuen wir uns. Bitte merken Sie sich den Termin schon einmal vor.

Weitere Termine:

Mitgliederversammlung 2015 - 20. Mai 2015
FIW Forschungsnachmittag 2015 - 20. Mai 2015

FIW Wärmeschutztag 2015

 
 Aktuell
 

Re-Akkreditierung der Zertifizierungsstelle

Nachdem das FIW München pünktlich zur Einführung der EU Bau PVO am 07.05.2013 als Zertifizierungsstelle nach DIN EN 45011 akkreditiert wurde, fand am 22.07.2014 das jährliche DAkkS-Audit statt.

Im Mittelpunkt des Audits stand diesmal die Umstellung auf die umfassendere DIN EN ISO/IEC 17065 für die Zertifizierung von Produkten. Ein weiterer Schwerpunkt war die Analyse der Unparteilichkeit, um sicher zu stellen, dass die Zertifizierungsstelle unabhängig von der Inspektions- und Prüfstelle, aber auch Geschäftsführung und Vorstand, die Zertifizierungsentscheidungen neutral durchführen kann.

Unterstützt wird die Zertifizierungsstelle dabei vom Fachausschuss zur Sicherung der Unparteilichkeit, der sich aus vier externen Personen aus den Bereichen Wissenschaft, Prüfinstitute, Verbraucher und Anwender sowie der Hersteller zusammensetzt.

Das DAkkS-Audit wurde ohne größere Probleme bestanden und am 21.10.2014 erhielt das FIW München die neue Akkreditierungsurkunde. In die Akkreditierung wurden, neben den bekannten Dämmstoffen, die werkmäßig und an der Verwendungsstelle hergestellten Dämmstoffe Blähperlit und expandiertes Vermiculit mit aufgenommen.

In Zukunft wird die Zertifizierungsstelle neben den gesetzlich vorgeschriebenen „Bestätigungen der Leistungsbeständigkeit“ nach System 1 der EN 13172 ihre Tätigkeit verstärkt auf freiwillige Fremdüberwachungssysteme ausweiten.

Akkreditierungsurkunde

 
 Rückblick
 

Erfolgreicher Wissenstransfer „Wärme- und Kälteschutz an betriebstechnischen Anlagen“

Wissenstransfer

 

Am 14.10.14 fand im FIW München das Praxisseminar „Wärme- und Kälteschutz an betriebstechnischen Anlagen, Berechnungsgrundlagen – Auslegung von Dämmungen“ statt. Die Veranstaltung wurde gemeinsam mit der Bundesfachabteilung WKSB des HDB durchgeführt.

Die Dämmung stellt eine wichtige Komponente einer betriebstechnischen Anlage dar. Sie beeinflusst den Wirkungsgrad, die Betriebssicherheit und hilft Energie zu sparen. Die Berechnungsgrundlagen dafür sind in der VDI 2055 Blatt 1 geregelt. Mit den physikalischen Grundgleichungen und vielen Sonderlösungen für bestimmte Systemkomponenten ist es ein wichtiges Regelwerk für den Wärme- und Kälteschutz von betriebstechnischen Anlagen in der Industrie und in der Technischen Gebäudeausrüstung. Durch die umfassende Beschreibung von Einflussgrößen und den zugrunde liegenden Algorithmen zur Berechnung ihrer Auswirkung ist sie ein unverzichtbares Regelwerk zur fachgerechten Auslegung von Dämmungen.

Die Seminarinhalte vermittelten den Teilnehmern aus der technischen Dämmtechnik die nötigen Grundlagen, um den Wärme- und Kälteschutz von betriebstechnischen Anlagen effektiver, wirtschaftlicher und damit effizienter gestalten zu können. Eine Fortführung der Seminarreihe ist für 2015 geplant.

 
 Forschungsstudie 1
 

FIW München leitet Teilprojekt beim internationalen Forschungsprojekt Annex 65

Das “Energy in Buildings and Communities Program (EBC)“ der Internationalen Energie Agentur (International Energy Agency IEA) bringt verschiedene Forschungsprojekte (Annex) im Bereich des energieeffizienten Bauens auf den Weg. Durch die internationale Ausrichtung können die Mitgliedsstaaten durch den Informations- und Technologietransfer profitieren.

Ziel des Annex 65 ist der vermehrte Einsatz von Hochleistungsdämmstoffen und somit die Steigerung der Energieeffizienz im Gebäudebereich. Dies soll durch Zusammentragung, Vergleich und Weiterentwicklung des vorhandenen Wissens, der aktuell verfügbaren Produkte und deren Prüfung und Handhabung geschehen.

Bei Hochleistungsdämmstoffen wie Vakuumisolationspaneelen oder Aerogelen handelt es sich um recht neue Materialien und Produkte mit äußerst wenig Langzeiterfahrung. Zudem gibt es aktuell noch keine einheitlichen Richtlinien, welche die Prüfverfahren unter Berücksichtigung der Materialalterung definieren. Dies soll im Rahmen des Annex 65 durch Validierung des aktuellen Stands der Technik in diesem Bereich verbessert werden. Durch Rundversuche und andere Methoden sollen Randbedingungen und Alterungsmethoden zur Ermittlung verlässlicher und reproduzierbarer Kenngrößen verschiedener Hochleistungsdämmstoffe definiert werden. Das FIW München wird dabei die Leitung und Koordination dieser internationalen Zusammenarbeit übernehmen.

Titel des Forschungsvorhabens:


Annex 65, Long-Term Performance of Super- Insulating Materials in Building Components & Systems

Operating Agent:


Centre Scientifique et Tchnique du Bâtiment (CSTB), Daniel Quenard

Fördermittelgeber:


Projektträger Jülich

Industriepartner:


Porextherm, Rockwool, Variotec

Laufzeit:


Oktober 2014 – September 2017

 


Im Rahmen des Annex 65 sind weitere Industriepartner oder andere Projektbeteiligungen über bilaterale bzw. assoziierte Projekte möglich und willkommen.

Ansprechpartner beim FIW München:


Dipl.-Ing. Christoph Sprengard, Christine Mayer

Studie 1

 
 Forschungsstudie 2
 

Neues Forschungsprojekt „Energieeffizienzsteigerung durch Innendämmung“ gestartet

Die Reduzierung des Wärmebedarfs in Bestandsgebäuden ist eine wesentliche und wirtschaftliche Maßnahme bei der Umsetzung der Energieeinsparziele der Bundesregierung. Dies kann vor allem durch die wärmetechnische Ertüchtigung der Gebäudehülle erreicht werden. Unter gewissen Umständen wie einer schützenswerten Fassade oder nah angrenzenden Nachbargebäuden kann jedoch nicht auf lang erprobte Maßnahmen wie z.B. ein WDVS zurückgegriffen werden. In diesen Fällen könnten Energieeinsparungen durch im Vergleich eher wenig erprobten Innendämmsystemen erzielt werden.

Das Potenzial von Innendämmungen wird aktuell aufgrund bauphysikalischer Gefahren wie Schimmelpilzbildung und Tauwasserausfall und der dafür fehlenden Erfahrungswerte der Planer nicht ausgeschöpft. Sollen mit einer Innendämmung die gleichen Einsparungen wie mit einem Außendämmsystem erreicht werden, erhöhen sich diese Risiken aufgrund der dafür notwendigen großen Dämmstärken sogar noch weiter. Aus diesen gegebenen Gründen wurde ein Projekt zur Erforschung der hygrothermischen Eigenschaften von Innendämmsystemen in Zusammenarbeit des Fraunhofer Instituts für Bauphysik in Holzkirchen und dem FIW München lanciert. Während der dreijährigen Laufzeit werden durch verschiedene Labor- sowie Freilandversuche Innendämmsysteme auf ihre bauphysikalische Tauglichkeit getestet. Aus den Messergebnissen werden anschließend Modelle entwickelt, die in Simulationssoftwares implementiert und so als Planungswerkzeuge verwendet werden können. Neben der physikalischen und energetischen Beurteilung soll zudem eine ökologische Bewertung von Innendämmsystemen durchgeführt werden.

Mit den Ergebnissen und Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt „Energieeffizienzsteigerung durch Innendämmsysteme“ können Planer die bauphysikalischen Risiken einer Innendämmkonstruktion sicher beurteilen, was zu einem vermehrten Einsatz dieser Konstruktionen führen wird.

Titel:


Energieeffizienzsteigerung durch Innendämmung

Kurztitel:


EnEff ID

Fördermittelgeber:


Projektträger Jülich

Projektpartner:


Fraunhofer-Institut für Bauphysik Holzkirchen

Laufzeit:


Oktober 2014 – September 2017

 


Im Rahmen des Projektes EnEff ID sind Industriepartner oder andere Projektbeteiligungen über bilaterale bzw. assoziierte Projekte möglich und willkommen.

Ansprechpartner beim FIW München:


Dipl.-Ing. Christoph Sprengard, Christine Mayer, Holger Simon

Studie 2