Frohe Weihnachten und ein gesundes neues Jahr 2020!

Bereits im September füllen sich die Supermarktregale mit den ersten Schokonikoläusen, Lebkuchen, Plätzchen, Marzipankartoffeln, Dominosteinen und Weihnachtsbaumschmuck. Wie jedes Jahr steht man spätestens dann vor der Entscheidung: „Wie soll dieses Jahr die Weihnachtskarte aussehen?“.

Wir haben uns heuer bewusst für einen anderen Weg entschieden und verzichten auf den postalischen Versand von Weihnachtskarten. Natürlich wissen wir, dass eine Weihnachts-Email schneller gelöscht wird, eine schöne Weihnachtskarte hingegen wird gerne länger betrachtet oder aufgestellt. Trotzdem sind wir der Meinung, dass es bei den Wünschen nicht rein auf den Übermittlungsweg ankommt.

Wir spenden in diesem Jahr die gesamten bisherigen Kosten für Kauf und Versand sowie für die internen Aufwendungen für soziale und wohltätige Zwecke. Details folgen in unserem Jahresbericht.
Wir sind uns sicher, damit auch in Ihrem Sinne zu handeln.

Mit diesem Weihnachtsgruß verbinden wir unseren Dank für die angenehme Zusammenarbeit und wünschen Ihnen und Ihren Familien für das neue Jahr Gesundheit, Glück und Erfolg.

Ihr FIW München

 
 Studie
 

Forschungsbericht zur Energieeffizienzsteigerung durch Innendämmsysteme online

Um das Einsparpotenzial im Gebäudebestand durch Innendämmung stärker als bisher auszuschöpfen förderte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ein Vorhaben zur Erforschung der hygrothermischen Eigenschaften von Innendämmsystemen. Ein wesentliches Ziel des Forschungsprojekts war es, den Unsicherheiten entgegenzuwirken, die bei der Anwendung von Innendämmungen im Sanierungsbereich bestehen und einem breiteren Einsatz der Systeme entgegenstehen. Eine wirtschaftliche thermische Sanierung großer Teile des deutschen Gebäudebestands ist nur mit Innendämmungen machbar und sowohl aus ökologischer Sicht als auch im Hinblick auf den Komfort der Nutzer wünschenswert und dringend geboten.

Die Forschungspartner FIW München und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP haben während der dreijährigen Projektlaufzeit ein sicheres Bewertungs- bzw. Beurteilungssystem von Innendämmkonstruktionen hinsichtlich der dauerhaften Reduktion der Transmissionswärmeverluste und bauphysikalischen Randbedingungen ausgearbeitet. Hierzu wurde eine breite Palette an verfügbaren und zum Teil auch neuartigen Innendämmmaterialien anhand ihrer thermischen, hygrischen und ökologischen Eigenschaften eingehend untersucht. Um die Anwendungsbereiche und -grenzen von verschiedenen Systemen aufzuzeigen, wurden energetische und feuchtetechnische Bemessungen im Regelquerschnitt durch hygrothermische Simulationen durchgeführt und durch Freilandversuche validiert. Auch Anschlussdetails und Wärmebrücken bei verschiedenen Innendämmsystemen werden eingehend untersucht sowie die Potenziale von Innendämmungen im intermittierenden Betrieb aufgezeigt.

Die im Projekt erzielten Ergebnisse können in Zukunft zu einem Leitfaden für Bauschaffende (Bauherren, Ingenieure und Architekten) sowie für die Nutzer (Gebäudeeigentümer und Mieter) beitragen. Dies soll helfen, Bestandssituationen besser beurteilen zu können und es ermöglichen, kritische Situationen bereits in der Planungsphase zu erkennen und die Auswahl geeigneter Lösungen zu erleichtern.

Carolin Kokolsky

FIW-Ansprechpartnerin:
Carolin Kokolsky

 

Impressum:

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Lochhamer Schlag 4, 82166 Gräfelfing
Postfach 15 25, 82157 Gräfelfing
Tel +49 89 85800-0
Fax: +49 89 85800-40
E-Mail: info@fiw-muenchen.de
V.i.S.d.P. Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm

 
 Aktuelles
 

Abschlussbericht zur Verbesserung der Messgenauigkeit in der Technischen Dämmung ist online

Die Entwicklung von neuartigen Wärmedämmsystemen wie Polymeren und Aerogelen mit verbesserten thermischen Eigenschaften, an der sich das FIW München aktiv beteiligt, ist bereits weit fortgeschritten. Derzeit existiert aber kein zuverlässiger messtechnischer Rahmen, um ihren Einsatz in der technischen Dämmung zu validieren bzw. eine gleichbleibende Qualität bis 800 °C zu testieren: Messungen der Wärmeleitfähigkeit in unterschiedlichen Laboren streuten sehr stark (bis 15%).
Ein europäisches Forschungsprojekt der für die Entwicklung und Erweiterung neuer und bestehender Messmethoden verantwortlichen "National Metrology Institutes" (NMI) mit Beteiligung des FIW München hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand zu beheben. Neben der Verbesserung des Prüfverfahrens wurden Vergleichsproben entwickelt, die u.a. für die Gerätekalibrierung und für Rundversuche verwendet werden können.

Das Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München konnte dabei die Genauigkeit seiner Zweiplattenapparate zur Bestimmung der temperaturabhängigen Wärmeleitfähigkeit und die hohe Qualität beim Probenhandling unter Beweis stellen.

All diese Maßnahmen schaffen Verlässlichkeit und tragen dazu bei, zertifizierte neue Produkte auf den Markt zu bringen und Wärmeverluste sowie die damit verbundenen Kosten für Hochtemperaturprozesse zu reduzieren.

Viele Produktionsindustrien, z.B. zur Stahl- und Glasherstellung oder in der petrochemischen Raffination, betreiben Prozesse bei hohen Temperaturen. Um den Wärmeverlust im gesamten System zu minimieren werden Dämmstoffe eingesetzt. Alle diese Materialien benötigen eine Zertifizierung, die ihre Isolationseigenschaften bestätigen. Zertifikate werden nach Prüfungen in autorisierten Labors unter Anwendung strenger Qualitätssicherungskriterien gemäß der Norm EN ISO/IEC 17025 ausgestellt. Die Beurteilung der thermischen Eigenschaften erfolgt dabei nach dem Zweiplattenverfahren (Guarded Hot Plate), bei dem das Material bei einer bestimmten Temperaturdifferenz im stationären Zustand der Wärmeübertragung vermessen wird.
Das Forschungsprojekt „Metrology for thermal protection materials“ begann im Juni 2013 mit dem Ziel, die Messgenauigkeit der industriellen Messtechnik bis 650 °C zu verbessern. Die Unterschiede bei der Durchführung der Messung und der verwendeten Geräte der nationalen Referenzlaboratorien sollte so weit reduziert werden, dass Messungen mit der Zuverlässigkeit durchgeführt werden können, die für die Umsetzung der verbindlichen europäischen Vorschriften erforderlich ist (Bauproduktenverordnung EU Nr. 305/2011).

Zwei wesentliche Fehlerquellen wurden vor Projektbeginn identifiziert: das Fehlen homogener Referenzmaterialien für Vergleichsmessungen und die Tendenz, dass sich die zu prüfenden Proben durch Erwärmung verändern. Das im Rahmen des EUROPEAN METROLOGY RESEARCH PROGRAMME (EMRP) geförderte Projekt untersuchte schlussendlich die Messfehlerquellen bei der Prüfung und entwickelte neue Ansätze zur Verbesserung der Messgenauigkeit.

Das drei Jahre dauernde Verbundprojekt „Metrology for thermal protection materials“ zwischen den Europäischen Nationalen Metrologie-Instituten (NMI) untersuchte die routinemäßig angewandte "Guarded Hot Plate"-Methode zur Messung der Wärmeleitfähigkeit und erweiterte die Rückverfolgbarkeit des damit abgedeckten Temperaturbereichs auf 650°C. Das Projekt validierte auch ein neues Vergleichsmaterial für den Einsatz bei der Gerätekalibrierung und untersuchte Materialien für den Bau von Geräten, die Leistung der zugehörigen Sensoren und die verwendeten Einbausituationen der Proben. Dies führte zu Best Practice-Richtlinien zur Verbesserung der Messgenauigkeit bei der Bestimmung der temperaturabhängigen Wärmeleitfähigkeit von technischen Wärmedämmstoffen.

Roland Schreiner

FIW-Ansprechpartner:
Roland Schreiner

 
 Insulation VDI/KEYMARK
 

EiiF Stiftung übernimmt das QAC Sekretariat der europäischen "Insulation VDI/KEYMARK"

Das „Insulation VDI/KEYMARK“-System ist eine freiwillige Qualitätssicherung von Dämmstoffen in Gebäuden und betriebstechnischen Anlagen. Es ergänzt die gesetzliche CE-Kennzeichnung und hat sich zum Ziel gesetzt, eine unabhängig geprüfte Produktqualität auszuzeichnen. Das „Quality Assurance Committee (QAC)“ ist der europäische Zertifizierungsausschuss für die "Insulation VDI/KEYMARK"-Zertifizierung.

Das Sekretariat des QAC wurde bisher vom VDI GEU (Verein Deutscher Ingenieure, Gesellschaft für Energie und Umwelt) geführt. Künftig wird diese Rolle die europäische EiiF Stiftung übernehmen. „Wir freuen uns auf eine erfolgreiche und europäisch gut vernetzte Zusammenarbeit mit der EiiF Stiftung“, so der Co-Obmann des QAC und Abteilungsleiter des FIW München Roland Schreiner. „Für uns ist das Engagement für die "Insulation VDI/KEYMARK" ein konsequenter Schritt in Richtung mehr Energieeffizienz in der Industrie, denn nur dort, wo ein Dämmsystem seine versprochene Qualität auch einhält, wird anschließend entsprechend effizient Energie und CO2 eingespart“ fügt der Technische Leiter der EiiF, Luis López Brunner, hinzu.

Organisation QAC

Im QAC werden alle zertifizierungsrelevanten Dokumente erarbeitet. Expertengruppen steuern die Aktivitäten der bevollmächtigen Zertifizierungsstellen und der registrierten Prüfstellen. Die KEYMARK wurde auf Empfehlung des Europäischen Rates von den Europäischen Komitees für Normung CEN und CENELEC ins Leben gerufen. Das freiwillige Qualitätszeichen dokumentiert die Konformität von Produkten und Dienstleistungen mit Europäischen Normen. Darüber hinaus werden die zertifizierten Produkte regelmäßig fremdüberwacht. Die Bevollmächtigung von Zertifizierungsstellen, die Verwaltung und das Management der KEYMARK erfolgen im Auftrag von CEN durch die KEYMARK Management Organisation (KMO). Diese wurde per Ausschreibung gesucht; seit 2015 übernimmt die DIN CERTCO Gesellschaft für Konformitätsbewertung mbH diese Aufgabe. Ein Kooperationsvertrag zwischen CEN und dem VDI GEU ermöglicht es, das für die technischen Dämmstoffe etablierte System der Qualitätssicherung "überwacht nach VDI 2055" mit dem KEYMARK-System zusammen zu vergeben. Das europäische KEYMARK-Zertifizierungsprogramm für Dämmstoffe wurde aktuell überarbeitet und von der KMO am 23.09.2019 in der Version "VDI / KEYMARK Scheme Rules 2.1, 2019-09" freigegeben. Es erfüllt damit die allgemeinen Anforderungen des KEYMARK-Systems.

Brunner und Schreiner

QAC Co-Obmann Roland Schreiner und EiiF Technischer Direktor Luis López Brunner bei der Übergabe des QAC Sekretariats an die EiiF Stiftung.

FIW-Ansprechpartner:
Roland Schreiner

 
 Intern
 

FIW-Mitarbeitende beteiligen sich am Klima-Streik in München

In München beteiligten sich am Freitag, 20.09.2019 neben Schülern und Studenten fast 400 Unternehmen an einem Klima-Streik. Neben (inter)nationalen Forderungen wurde auch lokal das Ende aller fossilen Heiz- und Kraftwerke in München gefordert. Unter den nach Polizeiangaben rund 40.000 Menschen auf dem Königsplatz waren auch Mitarbeiter des FIW München.

FIW Mitarbeiter

v.l.n.r.: Alexander Schneider, Andreas Seefelder, Carolin Kokolsky, Lukas Berger, Martin Lauff, Stefan Kutschera, Kerstin Lohr, Felix Basel, Roland Kümmel, Susanne Regauer

Der zweite Monitoringbericht der Bundesregierung hat das Gefühl und die bisherige Berichterstattung wieder bestätigt: Der Klimawandel trifft uns bereits heute. Deutschland war und ist sogar besonders betroffen. Die Entwicklungsorganisation Germanwatch hat Deutschland 2018 zu den drei am stärksten von Extremwetter betroffenen Staaten gezählt. Die Politik jedoch hat konzentrierte Aktionen im Bereich Klima lange Zeit vermissen lassen. Der Hauptgrund, dass sich die Bundesregierung überhaupt 2019 mit dem Thema beschäftigt hat wird neben verlorenen Kommunal- oder Landeswahlen den zahlreichen Demonstrationen im Land zugeschrieben, die bekannteste davon Fridays for Future.

Neben der täglichen Arbeit, in der sich die FIW-Mitarbeiter dem Qualitäts- und Energieeffizienzgedanken verschrieben haben, engagieren sie sich auch außerhalb der Arbeitszeit für ein klimafreundliches Leben. Beispielsweise legen über 30 FIW-Mitarbeiter ihren täglichen Weg zur Arbeit mit dem Rad zurück. Im Jahr 2018 kamen so mehr als 50.000 Kilometer zusammen. Die intern frei einsehbare „Radlliste“ hat mittlerweile sogar einen kompetitiven Effekt. Das Rennen machte 2018 ein Mitarbeiter mit fast 4.600 km an 153 Tagen. Weitere sechs Mitarbeiter trotzten Wind und Wetter mit jeweils mehr als 150 Radl-Tagen in 2018. Den weitesten Weg zur Arbeit hatte der Institutsleiter, der in den Sommermonaten an immerhin fünf Tagen den PKW gegen das Rennrad tauschte. Mit 117 km für den Hin- und Rückweg lag der distanzmäßig Zweitplatzierte nur knapp dahinter, legte diese Strecke jedoch an 19 Tagen in 2018 zurück.
Die Institutsleitung honoriert dieses Engagement und setzt sich für eine gesündere Lebensweise, einen nachhaltigen Klimaschutz und für eine bessere Zukunft ein. 2018 wurde - jeweils mit einem Euro für jeden zehnten geradelten Kilometer - das Projekt Energieschule München gefördert. Auch 2019 werden die mit dem Rad zurückgelegten Kilometer bewertet. Der monetäre Gegenwert wird für eine guten Zweck gespendet.