Ausgabe September 2012

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde unseres Institutes,

wir präsentieren Ihnen die zweite Ausgabe unserer FIW news. Über Ihr zahlreiches, positives Feedback zum ersten Newsletter haben wir uns sehr gefreut.

Bei allen denjenigen – und das sind nicht wenige – bei denen ich es noch nicht geschafft habe, mich persönlich vorzustellen, möchte ich das gerne an dieser Stelle wenigstens schon einmal schriftlich nachholen. Mein Name ist Andreas Holm und ich bin seit 1. Juli geschäftsführender Institutsleiter des FIW München. Meinem Vorgänger Dr. Roland Gellert danke ich auf das Herzlichste für die reibungslose Übergangsphase und die sehr kollegiale Zusammenarbeit sowie Einarbeitung in den letzten zehn Monaten. Ihm wünsche ich für die Zukunft alles Gute, Gesundheit und viel Freude an der nun neu gewonnenen Freizeit.

In den fast 100 Jahren hat das FIW München sich als Forschungsinstitut intensiv mit der Erforschung und Erprobung von Technologien und neuen Stoffen zur Verbesserung der Energieeffizienz befasst und als Prüfinstitut die Hersteller im Rahmen der Zulassung und der Qualitätsüberwachung bzw. freiwilligen Gütesicherung ihrer innovativen Produkte begleitet. Neue Produkte und neue Anwendungsmöglichkeiten erfordern immer wieder Forschung über Produkteigenschaften und die ständige Qualitätssicherung der Bauprodukte. Hier übernimmt das FIW München als internationales Prüfinstitut und Überwachungsstelle mit einer starken Forschungsabteilung eine wichtige Funktion. Mein Wunsch ist, dass sich das FIW München aber auch als Beratungsstelle für den Hersteller versteht und ihnen hilft, die Eigenschaften der Bauprodukte zu optimieren und die Leistungsbeständigkeit und Zuverlässigkeit langfristig zu sichern.

Auf unseren diesjährigen Wärmeschutztag im Haus der Bayerischen Wirtschaft blicke ich mit großer Zufriedenheit zurück. Das FIW hat mit dieser zentralen Veranstaltung erneut in der Energieeffizienz-Branche mit hochkarätigen Referenten Zeichen gesetzt. Mein Dank gilt allen, die zum Gelingen des Wärmeschutztags beigetragen haben, vor allem unseren beiden Partnern, der dena und Bayern innovativ, allen Referenten und dabei besonders Herrn Staatsminister Dr. Marcel Huber, der uns am Vormittag mit einem Grußwort die Ehre erwies, sowie Herrn Bundesminister Dr. Peter Ramsauer, für seine Rede beim abendlichen Bankett.

Demzufolge wird eine meiner weiteren Aufgaben im FIW München sein, das Netzwerk des Instituts zu nutzen und die gemeinsamen Anliegen voranzutreiben und Informationen aller Art über energieeffizientes Bauen und Sanieren gerade bei Planern und Anwendern zu verbreiten. Hier gibt es immer wieder Informations- und Erklärungsbedarf, auch wegen der gestiegenen Anforderungen an den Wärmeschutz für Gebäude aufgrund der Energieeinsparungsverordnungen. Um das zu ändern, wollen wir den Dialog mit Ihnen intensivieren. Dazu dienen zum einen diese FIW news, mit denen wir Sie über Neuigkeiten im FIW und aus seinem Umfeld gezielt und kurz informieren, zum anderen unsere neue Website, die ab sofort online ist.

Was für mich unabdingbar zu einem Amtsantritt dazu gehört, ist mein Angebot an Sie, von Beginn an jederzeit für Sie als Ansprechpartner da zu sein. Als Institutsleiter möchte ich primär als Partner auf allen Ebenen gesehen werden. Nur das Miteinander bringt den Erfolg, den wir alle wollen. Ich hoffe, so die nun über 90-jährige Tradition des FIW München fortsetzen zu können.

Auf eine fruchtbare Zusammenarbeit und gute gemeinsame Zeit mit dem FIW!


Ihr

Unterschrift Andreas Holm

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

Prof. Dr. Andreas Holm

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

 

 

 

 

 

 

 

 

Impressum:

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Lochhamer Schlag 4, 82166 Gräfelfing
Postfach 15 25, 82157 Gräfelfing
Tel +49 89 85800-0
Fax: +49 89 85800-40
E-Mail: info@fiw-muenchen.de
V.i.S.d.P. Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm

 
 Rückblick
 

FIW Wärmeschutztag 2012

Unter dem Motto „Bedeutung der Energieeffizienz im Rahmen der Energiewende. Konzepte! Umsetzung“ fand am 15. Juni 2012 im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München der Wärmeschutztag 2012 des FIW statt.

Klaus-W. Körner, Vorstandsvorsitzender des FIW München, freute sich, neben dem Bayerischen Staatsminister für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber, MdL weitere Persönlichkeiten und 250 Teilnehmer zu diesem Wärmeschutztag begrüßen zu dürfen. In seinen Ausführungen, die sich mit dem Thema „Das FIW im Umfeld von Energieeffizienz und Klimawandel“ befassten, ging er darauf ein, dass das Institut, das eigens zum Zwecke der Verbesserung des Wärmeschutzes von Gebäuden und industriellen Prozessen – heute Energieeffizienz – vor annähernd 100 Jahren gegründet wurde, sich auch den aus der beschlossenen Energiewende ergebenden Aufgaben und den Folgen des Klimawandels stellt. Beides sei nicht voneinander abzukoppeln, so Körner. „Vom Gelingen des Umbaus der Energieversorgung und dem damit ausgelösten enormen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umwandlungsprozess hängen Fragen der künftigen Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft, des Erhalts unseres Wohlstands durch Vermeidung von sozialen Verwerfungen, d.h. die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands ab, aber auch die Bewältigung des globalen Klimawandels.“ Weitere Kernpunkte in Körners Ausführungen waren, dass die beschworene Energiewende ohne eine Verbesserung der Energieeffizienz Utopie ist und der Gebäudebestand innerhalb der Energieeffizienz eine dominante Rolle spielt.  „Hier liegt das größte, kurzfristig zu aktivierende, wirtschaftlich zu erschließende und ökologisch herausfordernde Potenzial. Deshalb ist nicht nur die Umsetzungsgeschwindigkeit zu erhöhen, sondern auch die Sanierungsrate auf mindestens zwei Prozent des Gebäudebestands zu erhöhen. Um das zu erreichen, sind planbare und verstetigte finanzielle Anreize, d.h. eine langfristig stabile Förderkulisse notwendig, die auch eine steuerliche Komponente und mietrechtliche Anpassungen enthalten muss.“

Offiziell eröffnet wurde der Wärmeschutztag 2012 durch ein Grußwort des Bayerischen Staatsministers für Umwelt und Gesundheit Dr. Marcel Huber, MdL. Der Minister sagte, die Bedeutung des FIW München sei heute größer denn je. „Ursprünglich gründeten Sie sich 1918, um wissenschaftliche Grundlagen des Wärme- und Kälteschutzes voranzutreiben. Fast 100 Jahre später ist aus dem FIW München eine moderne Forschungseinrichtung, eine Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle von Dämmstoffen und Bauteilen geworden. Dazu gratuliere ich herzlich“, so Dr. Huber.

Im Lauf des Tages folgten über 20 Einzelreferate verteilt auf zwei Räume, so dass die Teilnehmer je nach Interessenslage wechseln konnten. Gut die Hälfte der Vorträge befasste sich mit dem Hochbau, die andere mit der industriellen Dämmung.

Dr. Matthias Metz, Vorsitzender des Vorstands der Bausparkasse Schwäbisch Hall, referierte zum Thema „Der deutsche Wohnungsbestand ist in die Jahre gekommen – Finanzierungsaufgaben in der Gebäudesanierung“. Im Vortrag von Dr. Metz wurde deutlich, dass im Sektor Gebäude-Energieeffizienz noch ein beachtliches, nicht gehobenes Potenzial liegt und, dass es sehr wohl möglich ist, durch Förderanreize privates Kapital zu mobilisieren. Dr. Metz: "Dieses Kapital ist vorhanden, wartet gleichsam auf den Abruf. Denn die Energiewende und ihr Gelingen haben weit über unsere Generation hinausgehende Bedeutung für Wohlstand und Nachhaltigkeit und die Bausparer können diese Aufgabe stemmen".

Ein weiterer Vortrag kam von Architekt Dr. Burkhard Schulze Darup vom Architekturbüro Schulze Darup & Partner aus Nürnberg. Er sprach über „Sanierung mit Faktor 10 – Projektbeispiele mit Monitoring-Ergebnissen“. Es wurde eindrucksvoll klar, dass energieeffiziente Maßnahmen bzw. Nachrüstungen nicht nur theoretischer Natur sind. Im Gegenteil, ihre Anwendung wird permanent praktiziert und ist wirtschaftlich. Anhand von Projektbeispielen mit Monitoring-Prozessen rückte Dr. Schulze Darup so manche falsche mediale Darstellung wieder zurecht.

Der Tagesveranstaltung folgte im Hotel Vier Jahreszeiten der gesellige Abend zum Wärmeschutztag 2012, der mit drei Höhepunkten aufzuwarten wusste. Den ersten bildete die Rede von Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer, MdB. Der Minister dabei wörtlich: „Vielen von uns mag es so erscheinen, dass Wärmeschutz erst ein Thema der vergangenen zehn, 20 Jahre ist. Gerade jetzt angesichts des Klimawandels hat das Thema zweifellos Konjunktur. Das Bewahren von Energie mit Hilfe moderner Dämmung und hocheffizientem Mauerwerk ist eine der Grundvoraussetzungen, um die Energiewende meistern zu können. Der Gebäudebereich hat für die Bundesregierung ohne Frage eine Schlüsselrolle bei der Energiewende. 40 Prozent des Endenergieverbrauchs finden im Gebäudebereich statt. Die energetische Sanierung des Gebäudebestands, die Steigerung der Energieeffizienz im Verkehrssektor und die Umstellung auf eine erneuerbare Energieversorgung haben daher eine zentrale Bedeutung. Die Expertise des FIW ist also gefragt.“

Klaus-W. Körner nahm im Beisein von Bundesbauminister Dr. Ramsauer die Gelegenheit wahr, nochmals darzustellen, dass neben ordnungs- und förderpolitischen Gegebenheiten auch das Steuerrecht den notwendigen ökologischen Umbau begleiten muss und bedankte sich gleichzeitig für die bisher von der Bundesregierung auf den Weg gebrachten förderpolitischen Maßnahmen. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass nicht verbrauchte Energie die höchste Stufe von Energieeffizienz und die beste heimische Energiequelle ist. „Sie macht unabhängig von teuren Energieimporten und hochsubventionierten oder die ökologische Bilanz verschlechternden Energieträgern, d.h. Energieeffizienz ist der beste Schutz gegen höhere Energiepreise. Das FIW München wird im Sinne der Wahrnehmung einer Generationsverpflichtung das vorhandene Wissen, die Fachkompetenz und die gegebene Reputation in den notwendigen Dialog zwischen politischem Rahmengeber, produzierender Industrie, gewerblichen Verarbeitern wissenschaftlich und mit Forschungsaktivitäten sowie durch Austausch und Aufklärung einbringen mit dem Ziel, aus der Generationsverpflichtung Generationsgerechtigkeit entstehen zu lassen. Dazu ist es aber auch notwendig, eine weitere Grundlage für Handlungsstrategien zur Auflösung und Überwindung der vielfach noch vorhandenen Hemmnisse und Informationsdefizite im Gebäudebereich zu schaffen. Das sollte durch die diesjährige und auch künftige Ausrichtung des Wärmeschutztags deutlich und durch praktische Anwendungsbeispiele unterlegt werden. Zusammengefasst muss eine Entkoppelung von Wertschöpfung und Energieverbrauch durch Steigerung der Energieeffizienz und Produktivität angestrebt werden.“

Der zweite Höhepunkt des Abends fand sich in der Laudatio von Klaus-W. Körner auf den scheidenden Geschäftsführer Dr. Roland Gellert und die offizielle Amtsübergabe an seinen Nachfolger Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm wieder. Körner dankte Dr. Gellert für seine zwölf Jahre lange erfolgreiche Institutsführung und bescheinigte ihm eine tadellose Arbeit in durchgehend großer Bescheidenheit. Im Namen des Vorstands des FIW München verlieh Klaus-W. Körner Dr. Gellert die Ehrenmitgliedschaft des FIW. Als Abschiedsgeschenke gab es für den passionierten Golfer und Hobbykoch zwei passende Gutscheine. Klaus-W. Körner gab Prof. Holm die besten Wünsche mit auf den Weg für seine neue verantwortungsvolle Aufgabe im FIW München.

NotenübergabeDer dritte Glanzpunkt war ein musikalisches Highlight. Das gefiel einem weiteren Ehrengast des Abends, dem Präsidenten des Bayerischen Musikrats Staatsminister a.D. Dr. Thomas Goppel, MdL. Prof. Dr. Karl Gertis, Ehrenmitglied des FIW München und seines Zeichens auch Komponist, schenkte dem FIW München eine eigens komponierte Hymne und gab sie in einer Uraufführung mit einem Blechbläserquartett zum Besten. Das Publikum zeigte sich begeistert und Klaus-W. Körner, auf dessen Anregung die Komposition zurückging, regelrecht gerührt. Prof. Gertis übergab ihm die Noten zum Stück und meinte, es sei eine gute Sache, wenn das FIW München bereits sechs Jahre vor seinem 100. Geburtstag rechtzeitig eine eigene Hymne habe.

Das FIW München kann somit zufrieden auf einen äußerst gelungenen Wärmeschutztag 2012 zurückblicken und freut sich, im nächsten Jahr wieder Gastgeber in München zu sein.

Alle Fachvorträge vom Wärmeschutztag 2012 sind zum kostenfreien Download hier eingestellt.

Wärmeschutztag 2012

Dr. Marcel Huber

Dr. Marcel Huber, MdL,
Bayerischer Staatsminister für Umwelt und Gesundheit

Klaus-W. Körner

Klaus-W. Körner,
Vorstandsvorsitzender des FIW

Dr. Matthias Metz

Dr. Matthias Metz,
Vorsitzender des Vorstands der Bausparkasse Schwäbisch Hall

Burkhard Schulze Darup

Dr. Burkhard Schulze Darup,
Architekturbüro Schulze Darup & Partner

Dr. Peter Ramsauer

Dr. Peter Ramsauer, MdB,
Bundesbauminister

 
 Portrait
 

Neuer stellvertretender Geschäftsführer im FIW München

Zum 1. Juli 2012 wurde Wolfgang Albrecht zum stellvertretenden Geschäftsführer des FIW München ernannt.

Herr Albrecht, geboren 1956 in Berchtesgaden, studierte von 1974 bis 1978 an der Fachhochschule München physikalische Technik mit dem Schwerpunkt physikalische Chemie/Umwelttechnologie.

Nach einer kurzen Tätigkeit bei der Gesellschaft für Strahlen- und Umweltforschung in München ist Wolfgang Albrecht seit 1981 Mitarbeiter beim FIW München.

Er betreute mehrere Projekte wie die Entwicklung eines hochgenauen Messgeräts zur Messung der Wärmeleitfähigkeit, baute die Labore zur Messung der Geschlossenzelligkeit und Zellgaszusammensetzung auf und betreute zahlreiche Forschungsprojekte. Seit 1982 war er mit der Fremdüberwachung von fast allen Wärmedämmstoffen beschäftigt, von 1983 bis 2002 leitete er das Labor Wärmeleitfähigkeit niedere Temperaturen, das in dieser Zeit vollkommen umgestaltet und modernisiert wurde.

Ab dem Jahr 2000 standen die Abteilung Wärmedämmstoffe im Hochbau und die zugehörige Zertifizierungsstelle unter Herrn Albrechts Leitung.

Neben zahlreichen Vorträgen und Veröffentlichungen zu den Themen Dämmstoffeigenschaften und Anwendung von Wärmedämmstoffen arbeitet Wolfgang Albrecht in Sachverständigenausschüsse, nationalen und internationalen Normungsausschüssen mit. In Zukunft trägt er neben seiner Tätigkeit als stellvertretender Geschäftsführer auch die Verantwortung für die Abteilung Zertifizierung.

Wolfgang Albrecht

Wolfgang Albrecht,
stellvertretender Geschäftsführer im FIW München

 
 FIW Homepage
 Aktuelles
 

Neuer Onlineaufttritt – modern, informativ, kundenorientiert

FIW Website

Das FIW München verfügt ab sofort unter www.fiw-muenchen.de über ein komplett neues und umfangreicheres Internetangebot als bisher. Klar und übersichtlich in acht Hauptrubriken wie Das FIW, Forschung, Prüfung oder Zertifizierung unterteilt, ist für jedermann nun leicht zu finden, wonach er sucht und welche Information er braucht. Die Untergliederung in den Rubriken Forschung und Prüfung erfolgt in den Kernbereichen des FIW Dämmstoffe im Bauwesen, Technische Dämmung sowie Bauphysik und Bauteile.

Die stringente neue Rubrizierung ermöglicht es dem Besucher, sich rasch zurechtzufinden und mit dem FIW zu interagieren. Nachzulesen sind auf der Homepage unter anderem die Geschichte des FIW, seine aktuelle Struktur, wie es international aufgestellt ist und die Mitgliedschaften in den diversen Gremien. Groß schreibt das FIW bei seinem neuen Onlineangebot den Bereich Service und Aktuelles. Die FIW news, der neue Newsletter des Instituts, kann direkt über die Homepage abonniert werden. Darüber hinaus stehen aktuelle Studien und Fachvorträge zum Download bereit.

Hier kommen Sie zur neuen FIW Website.

Die neue Bauproduktenverordnung (BauPVO)

Das FIW München ist für Wärmedämmstoffe im Gebäude als auch für die technische Gebäudeausrüstung und für betriebstechnische Anlagen in der Industrie notifizierte Stelle. Die konsequente Mitarbeit in Komitees und Arbeitsgruppen auf europäischer Ebene bündelt Detailwissen über die Durchführung und Umsetzung der damit verbundenen CE-Kennzeichnung der Wärmedämmstoffe. Durch die Einführung der Bauproduktenverordnung am 01.07.2013 als Ablösung der Bauproduktenrichtlinie richten sich an die Akkreditierung von Zertifizierungs-, Überwachungs- und Prüfstellen als Voraussetzung für die Notifizierung strikte Anforderungen, die durch das FIW München in Zukunft alle erfüllt werden.

Für den Hersteller von CE-gekennzeichneten Wärmedämmstoffen ergeben sich durch die Einführung der Bauproduktenverordnung ebenfalls neue Pflichten. Im Wesentlichen sind dies:

  • Erweiterung der CE-Kennzeichnungsplicht auf alle EU-Länder
  • Einführung der Leistungserklärung: Die Leistungserklärung tritt an die Stelle der Konformitätserklärung des Herstellers. Mit ihr übernimmt der Hersteller die Verantwortung für die Konformität des Bauprodukts mit der erklärten Leistung. Die Leistungserklärung muss für jedes Bauprodukt, das sich auf dem Markt wiederfindet, zur Verfügung gestellt werden und hat einem Muster der BauPVO zu folgen.
  • Berücksichtigung der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen
  • Ausweitung der Gesundheits- und Sicherheitsaspekte

Das FIW München steht als kompetenter Partner für einen reibungslosen Übergang von der Bauproduktenrichtlinie zur Bauproduktenverordnung, die zukünftig den gesetzlichen Rahmen für die CE-Kennzeichnung von Wärmedämmstoffen bilden wird, jederzeit zur Verfügung.

 
 Aktuelles
 Herzlich willkommen
 

Neues aus der Normung

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm wurde auf der Sitzung am 14. Juni 2012 als Nachfolger von Herrn Dr. Gellert als Chairman des europäischen Komitees CEN/TC 88 "Thermal insulating materials and products" gewählt. Damit übernimmt das FIW auch in Zukunft eine zentrale Rolle in der europäischen Normung von Wärmedämmstoffen.
Auf seiner Sitzung am 27. Juni 2012 in Berlin hat der DIN-Normenausschuss „NA 005-56-90 AA“ Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm zu seinem neuen Obmann gewählt. Der Ausschuss ist u.a. verantwortlich für die DIN 4108.

Neue Mitglieder des FIW München

Das FIW München heißt die folgenden vier Firmen als neue ordentliche Mitglieder herzlich willkommen:
Wiegla, Wiesbaden, www.wiegla.de
Hasit Trockenmörtel, Freising, www.hasit.de
RlsoTep, Lenzkirch
Fibran Nord, Novo mesto, (Slowenien), www.fibran.si