Einladung zum Wärmeschutztag
"Energieeffizienz im Visier"

Sehr geehrte Mitglieder und Freunde unseres Institutes,

das Fundament der Energiewende ist die Energieeffizienz. Bereits heute steht eine Vielzahl an technischen und praxiserprobten Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz zur Verfügung. Im Besonderen bei der Entwicklung des baulichen und anlagentechnischen Wärmeschutzes wurden erhebliche Fortschritte erzielt. Sind diese Fortschritte aber transparent und klar genug kommuniziert worden, ist die Rolle und Bedeutung des Wärmeschutzes für die Energiewende in den Köpfen angekommen? Genügen die ordnungs- und förderpolitischen Rahmenbedingungen?

Das letzte Jahr war geprägt von oftmals unsachlicher Kritik und falscher Berichterstattung zur Energieeffizienz. Zur Versachlichung der Diskussion wird das FIW München mit dem am 7. Juni 2013 stattfindenden Wärmeschutztag beitragen. Hier werden wir vernetzte Informationen verbreiten, integrative Prozesse fördern, Denkanstöße liefern und Maßnahmenvorschläge ableiten.

Der diesjährige Wärmeschutztag wird das Thema Energieeffizienz aus unterschiedlichsten Blickwinkeln beleuchten und Konzepte sowie Umsetzungsmöglichkeiten vorstellen: Denn Energiewende und Klima- sowie Ressourcenschutz sind ohne deutlich forcierte Anstrengungen im Gebäude- und im Anlagenbereich nicht umzusetzen. Sowohl für den Gebäudebereich als auch für den Sektor Anlagendämmung werden Innovationen und Qualitätsanforderungen von Bau- und Dämmstoffen sowie von den Systemen vorgestellt. Neue Technologien und Methoden sowie deren erfolgreiche Anwendung in der Praxis sind weitere Schwerpunkte des diesjährigen Wärmeschutztages.

Der Wärmeschutztag findet in Kooperation mit der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Haus der Bayerischen Wirtschaft im Herzen Münchens statt.

Herzlich laden wir Sie dazu ein. Hier geht es zur Anmeldung.

Mit freundlichen Grüßen


Ihr

Unterschrift Klaus-W. Körner             


Unterschrift Andreas Holm

Klaus-W. Körner
Vorstandsvorsitzender des FIW


Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

Klaus-W. Körner

Klaus-W. Körner
Vorstandsvorsitzender FIW

Andreas Holm

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
Geschäftsführender Institutsleiter FIW

 

Impressum:

Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München
Lochhamer Schlag 4, 82166 Gräfelfing
Postfach 15 25, 82157 Gräfelfing
Tel +49 89 85800-0
Fax: +49 89 85800-40
E-Mail: info@fiw-muenchen.de
V.i.S.d.P. Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm

 
 Programm Wärmeschutztag
 

FIW Wärmeschutztag 2013

Unter dem Motto „Energieeffizienz im Visier“ findet am Freitag, 7. Juni 2013 im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München der Wärmeschutztag 2013 des FIW statt. Das Programm:

Klaus-W. Körner
FIW München, Vorstandsvorsitzender
Energieeffizienz im Gebäudebereich: Anspruch und Wirklichkeit nach 2 Jahren Energiewende

   

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Feist
Passivhaus Institut
Sanierung nach Passivhausstandard - Langzeiterfahrungen

       

Staatsminister Dr. Marcel Huber, MdL
Grußwort des Staatsministers im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit

   

Werner Eicke-Hennig
Institut Wohnen und Umwelt GmbH
Energetische Sanierung in der Praxis

       

Stephan Kohler
Vorsitzender der Geschäftsführung, Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Sprecher der Allianz für Gebäude-Energie-Effizienz (geea)
Mehr Schwung in die Sanierung - Netzwerke als Impulsgeber

   

Ministerialrat Dipl.-Ing. Hans-Dieter Hegner
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Sanierung 2.0: Bestandssanierung nach Plusenergiestandard

       

Dr. Franz-Georg Rips
Präsident des Deutschen Mieterbundes
Energetische Sanierung von Mietwohnungen: Chancen und Risiken

   

Markus Schönborn
KfW Privatkundenbank, Abteilungsdirektor
Welche Finanzierungsanreize braucht der Markt?

       

Clemens Haury
Europäische Kommission, Generaldirektion Energie
Energiewende im Gebäudebereich: Europäische Anforderungen

   

Martin Langen
B+L Marktdaten GmbH, Geschäftsführer
Sanierungsentwicklungen im Hinblick auf Dach und Fassade

       

Stefan Albat
vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., stv. Hauptgeschäftsführer
Energieeffizienz - notwendige politische Rahmenbedingungen

   

Dr. Hannes Zapf
Verband der Kalksteinindustrie Bayern e. V., Vorsitzender
Energieeffizienz mit Wandbaustoffen

       

Prof. Dr.-Ing. Werner Lang
TU München
Potenziale der energetischen Sanierung

   

Hartmut Goldboom
hagebau, Fachhandelssparten Baustoff-, Holz- und Fliesenhandel, Geschäftsführer
Anforderungen des Handels an die Qualität von Bauprodukten

       

Prof. Dr.-Ing. habil. Thomas Lützkendorf
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Graue Energie in Dämmstoffen – ein Teilaspekt. Lohnt sich Dämmung aus Sicht von Ökobilanzen?

   

Prof. Dr.-Ing. Andreas Holm
FIW München, Institutsleiter
Die Gebäudehülle als Baustein der Energiewende

Wärmeschutztag 2013

 
 Einladung
 

Informationsveranstaltung

Umsetzung der Bauprodukten-Verordnung im Dämmstoffbereich
Donnerstag, 6. Juni 2013

Am 1. Juli 2013 löst die europäische Bauprodukten-Verordnung (EU-BauPV) die bisherige Bauprodukten-Richtlinie (BPR) ab. Die EU-BauPV gilt unmittelbar, ohne Umsetzung in nationales Recht und ohne Übergangsfristen. Bei den Herstellern von Wärmedämmstoffen, bei Händlern, aber auch bei vielen Bauschaffenden herrscht noch große Unsicherheit, wie die EU-BauPV praktisch umgesetzt werden kann.

Insbesondere die Begriffe "Leistungserklärung" und "Bewertung der Leistungsbeständigkeit" müssen mit Leben erfüllt werden.

Da viele Fragen noch nicht endgültig geklärt sind, sollen im Rahmen der Informationsveranstaltung der Diskussionsstand zusammengefasst und konkret Beispiele für Leistungserklärungen und Etiketten besprochen werden, die von den Herstellern für ihre Produkte einfach umgesetzt werden können.

Abgerundet werden soll die Informationsveranstaltung mit einem Ausblick auf die Rolle von freiwilligen Überwachungssystemen.

 

Infoveranstaltung

 
 Neues aus der Forschung
 Aktuelles aus der Forschungspraxis
 

Einfluss von Steingeometrie, Mörtel und Feuchte auf die äquivalente Wärmeleitfähigkeit von wärmetechnisch hochwertigem Mauerwerk

Die äquivalente Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk konnte durch große Fortschritte in der Produktionstechnik in den letzten Jahren deutlich gesenkt werden und liegt mittlerweile fast auf dem Niveau von Dämmstoffen. Durch die Verbesserungen bei den Steinen haben jedoch die systematischen Einflüsse auf die äquivalente Wärmeleitfähigkeit, wie Art und Abmessungen der Mörtelfugen, Grifftaschen und Daumenlöcher, Steinabmessungen und Feuchtegehalt deutlich an Einfluss gewonnen. Für einige Produkte führt das dazu, dass Einflüsse, die bisher vernachlässigt werden konnten, da sie den U-Wert der Wand nicht mehr als 3 % verschlechtern, nun möglicherweise berücksichtigt werden müssen (z. B. Kleber bei Porenbetonmauerwerk, Grifftaschen, Daumenlöcher etc.). Vorliegende Forschungsergebnisse müssen aus diesem Grund nach unten erweitert werden. Es soll untersucht werden, ob sich „Schwellen-U-Werte“ festlegen lassen, ab denen o. g. Einflüsse berücksichtigt werden müssen.

Für Umrechnungen der äquivalenten Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk auf andere Steinabmessungen und andere Mörtelarten werden eine ganze Reihe von Verfahren eingesetzt: z. B. 3-dimensionale und 2-dimensionale numerische Berechnungen nach DIN EN ISO 10211, Umrechnungen mit dem vereinfachten Verfahren nach DIN EN ISO 6946 sowie flächenanteilige Umrechnungen und auch Tabellenverfahren - z. B. in DIN V 4108 - 4. Die Ergebnisse unterscheiden sich mitunter deutlich. Im Rahmen dieses Vorhabens sollen die Verfahren hinsichtlich der Genauigkeit miteinander verglichen werden. Zur Verifizierung der Verfahren werden Messungen an Halbsteinen, am Steinmaterial und an ganzen Wänden durchgeführt.

Viele hochwärmedämmende Mauersteine werden mittlerweile mit Dämmstofffüllung hergestellt. Für Dämmstoffe und Mauersteine mit Dämmstoffen werden die wärmetechnischen Kennwerte jedoch mit unterschiedlicher Vorgehensweise ermittelt und festgelegt. Im Rahmen dieses Vorhabens soll untersucht werden, ob und unter welchen Voraussetzungen eine Harmonisierung der Vorgehensweise für die Ermittlung von Bemessungswerten der Wärmeleitfähigkeit von Mauerwerk und Dämmstoff möglich ist. Anhand von Beispielrechnungen wird der Einfluss der statistischen Faktoren (z. B. in Abhängigkeit vom Stichprobenumfang) und der Feuchte (bei Anwendung der e-Funktionen aus DIN EN ISO 10456 mit DIN EN 1745) auf die äquivalente Wärmeleitfähigkeit und den U-Wert von Mauerwerk untersucht. Zudem soll ein Vorschlag erarbeitet werden, wie die Vorgehensweise und die Bezeichnungen in DIN EN 1745 sich in DIN V 4108-4 besser abbilden lassen.

Titel des Forschungsvorhabens:


Einfluss von Steingeometrie, Mörtel und Feuchte auf die äquivalente Wärmeleitfähigkeit von wärmetechnisch hochwertigem Mauerwerk

Gefördert durch:


Deutsche Institut für Bautechnik, Berlin – (DIBt)

Projektmanagement:


Christoph Sprengard

Darstellung der Wärme- und Wasserdampftransportvorgänge bei Kühlhäusern mit messtechnischer Begleitung

Kühlhaus

Der Betrieb von Kühlhäusern ist häufig durch Störungen beeinträchtigt. Tauwasser, Eisbildung oder resublimierte Luftfeuchte in Form von Pulverschneeablagerungen beeinträchtigen einen reibungslosen Betrieb.

Die Ursache für das Eindringen von mit Feuchte beladener Luft ist vielschichtig und ist meist nicht nur auf Wasserdampfdiffusionsvorgänge zurückzuführen. Durch Konvektion über nicht vollkommen geschlossene Fugen oder Spalte, aber auch über die Kühlhallentore selbst wird häufig mehr Feuchte eingetragen, als von den Verdampfern wieder kondensiert und während des Abtauvorganges kontrolliert wieder abführt werden kann. Häufig wird auch beim Kühlhausbau der Feuchtetransport zwischen Kühlräumen mit unterschiedlichem Temperaturniveau (und somit Feuchteniveau) und über die Deckenkonstruktion unterschätzt.

Je nach Dachkonstruktion kann über den sogenannten Pumpeffekt Feuchte in die Dämmung eindringen, wenn die Dachhaut nicht absolut luftdicht verlegt ist. Ist mit Feuchte beladene Luft erst einmal unterhalb der Dachhaut, findet sie auch ihren Weg durch kleinste Fugen und Spalten in der ansonsten durchaus intakten Dampfbremse aus dampfsperrenden Schichten.

Häufig führen auch verschiedene Ursachen mit gleichzeitig auftretenden Auswirkungen zu Phänomenen, die zunächst nicht oder nur schwer zu erklären sind. Ganzheitliche Denkansätze mit begleitenden Messungen helfen meist die Ursachen zu erforschen, sodass die Ergebnisse als Grundlage für Sanierungsmaßnahmen herangezogen werden können oder vielleicht auch einige Probleme nur allein durch Optimierung von Betriebsbedingungen beseitigt werden können.

 

 

Titel des Forschungsvorhabens:


Darstellung der Wärme- und Wasserdampftransportvorgänge bei Kühlhäusern mit messtechnischer Begleitung

Auftrag:


Die Durchführung des Projektes erfolgte im industriellen Auftrag.

Projektmanagement:


Dr.-Ing. Martin Zeitler, Karin Wiesemeyer